Drucken und Scannen im Netzwerk
Printserver im Test: Edimax PS-1206MFg
Netzwerk
Den USB-Drucker ins Netzwerk holen? Mit einem einfachen Netzwerkadapter kein Problem. Steht im Büro jedoch ein Multifunktions-Printer mit Scanner und vielleicht auch Fax, bleiben diese Funktionen dem Netzwerk-Nutzer meist verschlossen: Einfache Geräte arbeiten nur in eine Richtung. Abhilfe schafft zum Beispiel der Edimax PS-1206MF(g).
Mit oder ohne g - der kleine Multifunktionsserver lässt sich ohne Weiteres in einer Zigarettenschachtel unterbringen. Wer die dann aber verliert, darf sich richtig ärgern: Etwa 70 Euro kostet die kabelgebundene Version PS-1206MF, 110 Euro sind es beim PS-1206MFg, der sowohl mit als auch ohne Kabel arbeitet.
Graue Maus mit Funkstation
Optisch macht der PS-1206MFg wenig her: Das graue Kunststoffkleid zieren lediglich drei Status-LED, durchbrochen wird es von den Anschlüssen für USB-2.0, Netzwerk, Strom, Reset-Schalter und gegebenenfalls WLAN-Antenne. Wandhalterungen sucht man an der Gehäuserückseite vergebens: Dank des geringen Gewichts kann der PS-1206MFg im Notfall einfach mal an einem Stecker aufgehangen werden. Posterstrips oder ähnliches tun es auch.
Funkender Multifunktionsprintserver: Der PS-1206MFg
In der Verpackung des PS-1206MFg befindet sich nichts Ungewöhnliches, dafür aber wenig: Ein Netzwerkkabel ist im Lieferumfang nicht enthalten. Die 17-seitige Schnellinstallationsanleitung liegt gedruckt ausschließlich in englischer Sprache vor, in weiteren elf Sprachen, darunter auch deutsch, befindet sie sich auch auf der CD. Dort ist auch das knapp 120 Seiten starke PDF-Benutzerhandbuch in englischer Sprache gespeichert. Da alle Produkte der Printserver-Reihe von Edimax anscheinend mit dem gleichen Datenträger ausgeliefert werden, sind Verwechslungen von Software und Dokumentationen nicht ausgeschlossen.
Angeschlossen beansprucht das schmale Schaltnetzteil des PS-1206MFg eine Leistung von drei Watt. Bevor jedoch Kopiercenter oder Drucker angeschlossen werden, sollte zuerst die Softwareinstallation des Mini-Servers abgeschlossen sein - so kann man inkompatible Geräte als Fehlerquelle erst einmal ausschließen. Ebenso das Funknetzwerk: Beide Versionen des PS-1206MF(g) müssen via Kabel konfiguriert werden. Erst wenn das läuft, kann die Einrichtung der Funkverbindung erfolgen. Diese arbeitet nach den gängigen Funkstandards 802.11b und g und ist abgesehen von WPA2 mit allen Verschlüsselungsmöglichkeiten ausgestattet.
Während die Installation der Hardware kaum der Erklärung bedarf, gestaltet sich die Software-Installation etwas mühevoller. Besonders, wenn die angegebene Reihenfolge der Treiberinstallation nicht eingehalten werden kann, weil etwa der Druckertreiber schon vorher installiert war. Dann muss der Nutzer auf das Handbuch zurückgreifen und lange herumbasteln. Alternativ deinstalliert man vor der Installation alle dem Drucker zugehörigen Treiber und Programme, um auf freier Fläche drauflosbauen zu können. Ein Verzicht auf die Software ist nicht möglich.
Ungewollte Wartezeit
Ab dem Zeitpunkt der Installation ist die Verbindungssoftware des PS-1206MFg im Systemtray der Taskleiste zu sehen. Wer den Multifunktionsdrucker im Netzwerk nutzen möchte, muss sich zuerst mit dem Server verbinden. Solange diese Verbindung besteht, erhält kein anderer Benutzer Zugriff auf Server oder Drucker. Das Verbindungstool zeigt den Kollegen allerdings Name und Kontaktinformationen des aktuellen Nutzers an, wenn diese versuchen, auf den Drucker zuzugreifen.
Mit USB-2.0 auch für Massenspeicher gut geeignet.
Eine Beschwerde beim aktuellen Nutzer oder die Unterbrechung durch den Administrator ist dann der einzige Weg, einen blockierten Printserver kurzfristig frei zu bekommen. Zwar steht dem Administrator zum Schutz vor vergesslichen Kollegen eine automatische Trennung auf Zeitgrundlage zur Verfügung, an die eingestellte Zeit hält sich der Printserver jedoch nicht. Sind weder Verursacher noch Administrator zu erreichen, lassen 30 Minuten Wartezeit genug Zeit für den ein oder anderen Kaffee.
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