Extravaganter Mittelklasse-Sportler
Asus G1 im Test: Notebook für Gelegenheits-Gamer
Laptops
Starke Notebooks für Computerspieler müssen nicht immer groß, klobig und verschwenderisch sein. Mit dem G1 verfolgt Asus einen anderen Ansatz und steckt leistungsfähige Hardware in ein Mittelklasse-Modell mit 15,4-Zoll-Display. Optisch wurde es gewollt auffällig mit Kohlefaser-Optik, Alu-Einlagen und effektvoller Beleuchtung versehen. Außerdem bringt es neben farblich hervorgehobenen "WASD"-Tasten sogar noch ein zweites Mini-Display für Statusmeldungen mit.
Vorab eine kurze Erklärung für diejenigen, die "WASD" für die "Wahlalternative des sozialen Durchbruchs" halten: Die Buchstabenkombination steht für die Standardbelegung eines Ego-Shooters à la "Half-Life" oder "Quake", mit welcher der meist schießwütige Protagonist vorwärts, rückwärts und seitwärts manövriert. Dank der grell-gelben Beschriftung müssen Zocker hier nicht mehr lange suchen, um ihr bevorzugtes Fortbewegungsmittel zu finden. Für ein gutes Gamer-Notebook reicht das natürlich noch lange nicht.
Inhalt
Leistungs-Luxus
Ganz schön helle
Audiovisuelles
Fazit
Alle Daten auf einen Blick
Beim Design haben die Taiwaner ganze Arbeit geleistet. Nur dem Kennerblick dürfte nicht entgehen, dass das G1 eigentlich einmal ein Vertreter von Asus Mainstream-Serie A6 gewesen ist. Die kosmetische Radikalkur lässt davon aber kaum noch etwas übrig. Kohlefaser-Optik auf dem Deckel erinnert an automobilen Leichtbau aus dem Motorsport, vier nietenförmige Schrauben und ein geriffelter Firmenschriftzug in Chrom geben ihr Übriges dazu. Im Innenraum geht es ebenfalls mit Kohlefaser-Imitat weiter, doch hier kommt zusätzlich noch echtes Aluminium zum Einsatz. Das gebürstete Leichtmetall erstreckt sich angefangen vom Touchpad über fast die gesamte Frontpartie.
Zwischen den beiden Touchpad-Tasten lugt ein beleuchtetes "Auge" in einer silber polierten Einfassung hervor. Völlig ohne Nutzen zwar, dafür zweifellos ein Hingucker. Seitlich im Deckel-Scharnier stecken zwei silberne Alu-Bolzen mit Karo-Muster, darunter liegt das sekundäre Display zur 15,4 Zoll messenden Hauptbildfläche inmitten einer verspiegelten Blende. Es ist etwa 3 x 0,8 Zentimeter groß und zeigt im Normalzustand ein angedeutetes Uhren-Ziffernblatt und die aktuelle Uhrzeit. Über die "Direct Console" sind auch eigene Texte und Smileys in Laufschrift möglich. Ansonsten soll es Informationen aus Instant Messengern und Programmen zur Hardware-Überwachung ausgeben, entsprechende Optionen waren zum Testzeitpunkt jedoch nicht verfügbar.

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Selbst die mitgelieferte Gamer-Maus erstrahlt in Kohlefaser-Optik.
Das dicke Primär-Display hinterlässt einen stabilen Eindruck, im geschlossenen Zustand liegt es mit vertretbarem Abstand auf und wackelt nur leicht. Zum Öffnen muss zunächst ein Schieber betätigt werden, um die beiden Befestigungshaken zu lösen. Im breiten oberen Rand befindet sich die Linse der eingebauten Webcam mit 1,3 Megapixeln und eigenem Mikrofon. Im Interieur verläuft der Übergang von der vorderen Leichtmetallblende zur künstlichen Kohlefaser leider mit einem zu breiten, unregelmäßigen Spalt, in dem sich gerne Dreck ansammelt. Abgesehen davon ist die Verarbeitung durchweg wertig.
Schon der Blick aufs Datenblätt verrät, dass Kompromisse woanders eingegangen werden, zumindest was Leistung und Ausstattung angeht: ein Intel Core 2 Duo mit satten zwei Gigahertz, üppige zwei Gigabyte RAM, eine mobile Nvidia-Grafikkarte mit 512 Megabyte eigenem Speicher, 160 Gigabyte Platz auf der Platte und ein DVD-Brenner mit LightScribe-Funktion. Außerdem bietet das G1 in puncto Anschlussmöglichkeiten so gut wie alles, was das technikversessene Herz begehrt. Ein DVI-Anschluss für Flachbildschirm ist ebenso vertreten wie ein Speicherkartenleser, TV-Ausgang und digitales S/PDIF.
Asus G1 im Test: Gamer-Notebook mal anders
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Netzwerken in Gigabit-Geschwindigkeit darf natürlich auf keiner LAN-Party fehlen, zudem konzentrieren sich vier USB-Ports für Gaming-Mäuse und andere Spielgeräte auf der Rückseite. Für die schnurlose Datenübertragung stehen die drei gängigen WLAN-Formate sowie schnelles Bluetooth 2.0 bereit. Absolut unverständlich finden wir hingegen den fehlenden ExpressCard-Einschub. Zumal Asus mit der "XG Station" ab Juni eine externe Spiele-Grafikkarte dafür anbietet, die aber nicht in den vorhandenen PCMCIA-Slot passen wird.
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Hallo Leute,
Gamen mit dem Notebook mag seine Berechtigung haben, aber wie schafft man es, dass die Games auf einem 15,4-Display nicht verzogen dargestellt werden?
Gruss
hela
Wenn Du ein langsames Notebook-Display hast, sieht das eher schlecht aus. Was ein bisschen helfen kann, ist, wenn man im Grafikkartentreiber oder Spiel die "vertikale Synchronisierung" bzw. "Vsync" einschaltet. Dann produziert die Grafikkarte nicht mehr Bilder pro Sekunde als der Bildschirm.
Erfahrungsgemäß würde ich allerdings sagen, dass man das Nachziehen bei größeren Bildschirmen viel besser sieht als auf kleinen.
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