Weiterempfehlen   Leserbrief
12.12.2006
Druckversion
powered by

Optimaler Rechner für Büro, Internetsurfer und Schreiberlinge

Kaufberatung: Komplett-PC unter 500 Euro

Komplettsysteme

Kaufberatung: Komplett-PC unter 500 Euro

Irgendwann geht auch die Existenz eines PCs ihren natürlichen Gang. Wenn der Rechner endgültig veraltet ist, hilft selbst gutes Zureden nichts mehr, nur der Besuch beim Hardware-Händler des Vertrauens. Längere Abstinenz vom Computermarkt äußert sich spätestens dann in absolutem Unwissen: Zum Beispiel wenn man mit Erschrecken feststellt, dass es den Pentium I nicht mehr gibt, die Grafikkarten schon sechs Generationen weiter sind und Gehäuse nicht mehr grau sein müssen. Bevor schlechter Rat teuer wird, stellt netzwelt drei mögliche Komplett-PCs für 500, 1.000 und 1.500 Euro vor.

Im ersten Teil der Kaufberatung gehen wir auf die Ansprüche derjenigen ein, die ihren PC bloß für Office-Software, Schreibarbeiten und Internet nutzen möchten. Egal, was Werbung, Fachhändler oder Bekannte sagen mögen, ein Budget von 500 Euro ist für diesen Zweck absolut ausreichend. Im folgenden Artikel erfahren Sie, welche Hardware sich für einen Büro-PC am besten eignet und wie viel sie kostet. Als Grundlage für den Straßenpreis dient ein Mittelwert aus den ersten Einträgen einer Schnäppchen-Suchmaschine.

Kaufberatung: Büro-PC unter 500 EuroInhalt

Mainboard: Pauschalangebote bevorzugt
Prozessor: Sparsam bei Strom und Preis
Arbeitsspeicher: Ein Gigabyte für Windows Vista
Festplatte: Platzverschwendung vorprogrammiert
Optisches Laufwerk: DVDs lesen genügt
Gehäuse und Netzteil: Weniger ist mehr
Prozessorkühler und akustisches Feintuning
Schlusswort und Gesamtkosten

Mainboard: Pauschalangebote bevorzugt

Bei der Basis für den Büro-PC darf getrost auf ein günstigeres Mainboard zurückgegriffen werden, solange es bestimmte Auflagen erfüllt. Da es hier nicht auf schnelle Spiele-Beschleunigung ankommt, sollte so genannte "On-Board-Grafik" mit von der Platine sein. Dabei handelt es sich um eine bereits in das Mainboard integrierte Grafikkarte mit einem eigenen Monitoranschluss auf der Rückseite. Da sie keinen eigenen Speicher besitzt, muss sie auf den Arbeitsspeicher des Systems zurückgreifen, der dadurch wiederum einige Megabyte lassen muss, man spricht deshalb auch von "Shared Memory". Wie viel genau, hängt von der Einstellung ab. In diesem Fall genügt allerdings schon die niedrigste Option.

Mittlerweile besitzt nahezu jedes neue Mainboard einen praktischen Netzwerkanschluss für die Anbindung von lokalen Netzwerken (LANs) oder DSL-Routern. Steht der Rechner für sich allein und nutzt sein Netzwerkkabel lediglich für die geringe Datenmenge, die beim Internetsurfen anfällt, genügt eine Transferrate von 100 Megabit pro Sekunde. Werden hingegen größere Dateien über das Netzwerk verschoben, empfiehlt sich Gigabit-Geschwindigkeit, sofern diese denn von der vorhandenen LAN-Umgebung unterstützt wird.

Sound spielt bei einem Büro-PC eine eher untergeordnete Rolle, denn den gibt es meist ohnehin als kostenlose Dreingabe, die bei Bedarf immer noch für die akustische Untermalung der Arbeitszeit herhalten kann. Praktisch bei günstigeren Hauptplatinen sind außerdem die geringen Abmessungen im Format "Mikro-ATX" beziehungsweise "µ-ATX", die auch problemlos in kleineren Gehäusen Platz finden. In der folgenden Tabelle finden Sie mögliche Mainboard-Chipsätze für AMD- und Intel-Prozessoren, die zudem auf zukunftssichere Standards bauen.



Bild verkleinernBild vergrößern

Mainboard im Detail

Mainboard
AMD Intel
Option 1
Chipsatz Nvidia nForce 410 Intel 945GZ
Straßenpreis 54 Euro 60 Euro
Option 2
Chipsatz Nvidia nForce 430 Intel 945G
Straßenpreis 65 Euro 62 Euro
Sonstiges
Sockel AM2 LGA775
Grafik On-Board (Shared Memory)
Netzwerk 10/100 MBit (bei Bedarf auch Gigabit-Ethernet)
Sound On-Board
Formfaktor µ-ATX/Mikro-ATX

Prozessor: Sparsam bei Strom und Preis

Da sich ein schneller Prozessor (CPU) angesichts der wenig anspruchsvollen Aufgaben eines Büro-PCs ohnehin bloß langweilen würde, genügt bereits ein leistungsschwächeres Exemplar der unteren Preisklasse. Allerdings bringt dies auch den ein oder anderen Vorteil mit sich - weniger Stromverbrauch und Wärme als bei einem teuren High-End-Modell. Was wiederum bedeutet, dass die CPU indirekt sowohl den Geldbeutel als auch die Ohren schont. Denn so bleibt die Energierechnung niedrig und der Prozessor lässt sich ohne großen Lüfteraufwand kühlen.

Bei einem anvisierten Budget unter hundert Euro geht die Empfehlung ganz klar an den Athlon 64 von AMD. Zum einen beherrscht er im Gegensatz zum Sempron64 und Celeron D die dynamische Taktanpassung und arbeitet nur dann auf voller Leistung, wenn es wirklich nötig ist. Zum anderen verbraucht er weniger Energie und bleibt kühler als das nur wenig günstigere Mittbewerber aus dem Hause Intel. Beim Kauf eines Celeron D sollte man darauf achten, ein Modell mit genügsamerer "Cedar Mill"-Architektur zu erwischen.



Bild verkleinernBild vergrößern

Sparsamer PC-Prozessor

Prozessor
AMD Intel
Option 1
Typ Sempron64 3200+ Celeron D 352
Takt 1,8 GHz 3,2 GHz
L2-Cache 128 KByte 512 KByte
Dynamische Frequenz Nein Nein
Straßenpreis 62 Euro 66 Euro
Option 2
Typ Athlon 64 3500+ Celeron D 356
Takt 2 GHz 3,333 GHz
L2-Cache 512 KByte 512 KByte
Dynamische Frequenz Ja Nein
Straßenpreis 78 Euro 75 Euro


Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare

1 | 2 | 3 weiter »


Mehr über: Hardware, Komplettsystem, Einkaufsberater

Links zum Artikel

Jetzt sind Sie dran.
Kommentieren


News Flash, am 07.01.2009 22:59

Kaufberatung: Komplett-PC unter 500 Euro

Was sagen Sie dazu?



Diesen Artikel verlinken
HTML-Code

Code zum Einbinden in ein Forum

Kopieren Sie den Code und fügen Sie diesen auf der gewünschte Seite ein

Creative Commons License Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.

Komplettsysteme

Vom stromfressenden Gaming-Rechner bis hin zum 1-Liter-PC - für jeden Schreibtisch gibt es fix und fertig konfigurierte Komplettsysteme in allen Preisklassen. Das Beste: Stecker in die Steckdose stecken und die Büro- oder Freizeitarbeit kann direkt beginnen.

Alle Testberichte nach Hersteller

Laptops: Tragbare Büros

Notebooks im Test: Netzwelt testet laufend aktuelle Notebooks auf Leistung, Ausstattung und Verarbeitung. Vom schweren Desktop-Ersatz über kleine Subnotebooks bis hin zum federleichten Netbook.

Alle Testberichte nach Hersteller

Innenleben und Peripherie

Alte Rechner gehören nicht in die Mülltonne. Schon aus ökologischen Gesichtspunkten. In den allermeisten Fällen reicht bereits ein Update der Komponenten völlig aus. Eine neue Grafikkarte, eine größere Festplatte oder der neue RAM-Riegel helfen auch betagten Modellen auf die Sprünge.

Einkaufsberater Computer-Hardware

Netzwelt schlägt für Sie eine Lichtung in den Hardware-Wald. In vielen Ratgeber-Artikeln erklären wir Ihnen, worauf Sie bei der nächsten Shopping-Tour achten sollten.

akuma.de - Unser Musikdienst

akuma.de - Das digitale Kaufhaus für Musik

Service-Angebote der netzwelt

Werbung


nach oben
Aktuell
Asus-Neuheiten: Eee Keyboard mit integriertem Rechner
Im Test: Raumschiff-Router von Cisco
Supercomputing: Petaflop-Rechner für Deutschland
Geräte im Test
Tastaturen und Mäuse
Komplettsysteme
Laptops
Grafikkarten
Computer Einkaufsberater
Einkaufsberater Grafikkarten
Einkaufsberater PC-Hardware
Einkaufsberater Netzteile
Einkaufsberater Komplett-Systeme
Beliebte Ratgeber & Projekte
Tipps gegen den Hitzetod
HTPC selber bauen
Rundum-Lautlos-PC im Eigenbau
So stelle ich den Rechner ruhig

Mit vielen Ratgebern, Einkaufstipps, Vergleichstests und Einzeltests bietet netzwelt einen guten Einstieg in die Welt der Computer, Notebooks und Grafikkarten. Für Computer-Experten gibt es zusätzlich Lektüre zum Basteln.

RSS Feed abonnieren Nie mehr ein Update dieser Seite verpassen?
Hier klicken, um netzwelt.de zu abonnieren!

Copyright © 2008 by netzwelt.de - Kaufberatung: Komplett-PC unter 500 Euro - Optimaler Rechner für Büro, Internetsurfer und Schreiberlinge
H2 media factory GmbH Impressum | Presse | Kooperationen | Werbung | Rechtliche Hinweise | Sitemap | Jobs