Sachverstand statt Ultrazoom und Megapixel
Der große Einkaufsberater: Camcorder
DVD-Hardware und Medien
Nach oben sind den Preisen für digitale Videokameras kaum Grenzen gesetzt. Wer eine semiprofessionelle Kamera möchte, ist schnell im Bereich der fünfstelligen Beträge angelangt. Aber selbst unter den Amateurgeräten gibt es deutliche Unterschiede.
Die 100 Euro-Klasse: Das Spielzeug-Segment
Digitale Camcorder für 100 Euro
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.In diesem Bereich gibt es ausschließlich günstige Speicherkartengeräte. Oft werden sie als "All-in-one"-Modelle angepriesen: Foto- und Videokamera, MP3-Player, Diktiergerät. Diese erfüllen jedoch nur in Ausnahmefällen einzelne bestehende Videonormen. Zum einen liegt sowohl die Auflösung als auch die Bildrate, also die Bildanzahl pro Sekunde, deutlich unterhalb der TV-Norm. Damit scheiden diese Geräte als ernsthafte Videokameras aus. Lediglich für Internetclips à la YouTube sind sie zu gebrauchen. Auf bescheidenen "Luxus" wie optischen Zoom oder einen Fokus muss man hier völlig verzichten. Zudem verwenden diese Modelle billige CMOS-Bildsensoren, die wesentlich schlechtere Ergebnisse liefern.
Die 300 Euro-Klasse: Die Einsteigermodelle
Digitale Camcorder für 300 Euro
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Für etwas mehr Geld gibt es bereits die ersten MiniDV-, Festplatten und DVD-Kameras. Günstige Einstiegsmodell ohne viel Schnickschnack, aber mit solider, wesentlich besserer Bildqualität sind ab 250 Euro zu bekommen. Für Gelegenheitsfilmer, die sich nicht mit manueller Bedienung auseinandersetzen wollen, sind diese Camcorder ausreichend. Anschlussmöglichkeiten für Mikrophone oder Kopfhörer sowie einen Zubehörschuh sucht man hier in der Regel vergebens.
In diesem Preissegment liegen auch die etwas besseren Speicherkartenkameras. Immerhin gibt es nun schon optischen Zoom oder einen Fokus für das Geld. Wer seine Kamera mechanisch hart fordern will, zum Beispiel beim Sport, wo die empfindlichen Laufwerke der anderen Varianten an ihre Grenzen stoßen, für den könnte solch ein Modell schon brauchbar sein.
Die 500 Euro-Klasse: Qual der Wahl
Digitale Camcorder für 500 Euro
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Hier wird es langsam interessant. Denn in dieser Preisregion hat der Kunde schon fast die volle Auswahl. Sogar MiniDV-Modelle mit drei CCDs sind zu bekommen, die qualitativ in diesem Sektor das Optimum darstellen. Auch die Festplatten- und Blu-ray-Camcorder sind erhältlich. Dies ist der Bereich, der für die meisten Gelegenheitsfilmer schon ausreichend sein kann. Hier gibt es oft gute Bildqualität und viele manuelle Optionen. Wer nicht oft zur Kamera greift, aber dennoch gute Ergebnisse erwartet, der ist hier richtig.
Die 1.000 Euro-Klasse: Für Anspruchsvolle
Digitale Camcorder für 1000 Euro
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Jetzt bleiben kaum noch Wünsche offen. In dieser Preisklasse findet man Camcorder, die in Full-HD mit 1.920 x 1.080 Pixeln aufnehmen. Zudem gibt es alle anderen Varianten der übrigen Formate in noch hochwertigeren Modellen. Das Ende der Fahnenstange ist hier aber noch lange nicht erreicht. Die richtig guten HDV- und MiniDV-Geräte fangen hier erst an. Ambitionierte Hobbyfilmer, die immer auf der Jagd nach dem optimalen Motiv und der optimalen Einstellung sind, schauen sich in diesem Bereich um.
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