Die bessere Alternative?
Open Source-Software in Unternehmen
Software
Es ist mittlerweile 15 Jahre her, dass der Finne Linus Torvalds die erste Version des mittlerweile weltberühmten Linux-Kernels vorstellte. Linux ist zum Sinnbild der Open Source-Software, kurz OSS, geworden. Diese offene Software ist stetig auf dem Vormarsch und verdrängt immer mehr kommerzielle "Closed Source"-Software. Doch wie sieht der aktuelle Stand gerade bei den so wichtigen Unternehmen aus?
Inhalt
- Aktuelle Fraunhofer-Studie
- Mit Open Source Geld verdienen
- Wer benutzt Open Source-Produkte?
- Open Source ist nicht nur Linux
- Für wen lohnt es sich nicht?
- Fazit
Das Hauptargument für Open Source ist oft der Kostenfaktor. Offene Software gilt nicht selten automatisch als Freeware. Doch offen bedeutet nicht immer "kostenlos". Gerade Firmenkunden sind auf einen technischen Support angewiesen, sofern sie keinen eigenen unterhalten. Doch es bleiben die fehlenden Lizenzgebühren als große Einsparung.
Die bekanntesten "Stars" unter der freien Software sind die Linux-basierten Betriebssysteme und die Office-Suite "OpenOffice.org". Diese beiden Pakete dürften für Gewerbetreibende auch die interessantesten sein. Entwickler rund um den Globus treiben den Fortschritt dieser Software an und machen offene Software immer konkurrenzfähiger.
"Tux" ist Maskottchen und Logo der Linux-Gemeinde zugleich
Das Interesse der Unternehmen und Behörden ist enorm groß. Dennoch gibt es nur wenige konkrete Projekte, die eine so genannte Migration von proprietärer zu Open Source-Software angehen. Das Fraunhofer-Institut "Arbeitswirtschaft und Organisation" befragte 115 öffentliche Einrichtungen und 94 IT-Unternehmen zu ihren Einschätzungen von offener Software.
Dabei kam heraus, dass über die Hälfte der befragten Behörden seit mehr als drei Jahren über eine Migration zu freien Softwarelösungen nachdenkt. Lediglich für 21 Prozent war OSS überhaupt kein Thema. Fast 60 Prozent gaben an, dass OSS Teil ihrer langfristigen Gesamtstrategie sei. Als Hauptgrund für die bisher ausbleibende Migration wurden Personalknappheit oder Mangel an Know-How genannt. Das zeigt: Viele wollen, aber einige können nicht so einfach wechseln.
Die Ämter, die ihre IT bereits umgestellt hatten, haben ihre bestehenden Systeme größtenteils mit der offenen Software lediglich ergänzt statt ersetzt. Dies fand in erster Linie im Office-Bereich statt. Als Hauptgrund für diesen Wechsel wurde mit 63 Prozent wenig überraschend die Einsparung von Lizenzkosten genannt.
Interessant ist dabei die Verschiebung der Ausgaben. Wenn auf die Produkte großer Unternehmen verzichtet wird, greifen die Behörden fast ausschließlich auf kleine, regionale Betriebe zur Unterstützung mit der offenen Software zurück. Damit könnte die Verbreitung von OSS sogar zu mehr Beschäftigung führen: "Open Source-Software sorgt für Innovation und sichert Arbeitsplätze vor Ort", sagt Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH.
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